Gewerbepark Simson Suhl

Auftraggeber
TLG Immobilien AG / Stadt Suhl

Standort
Suhl

Leistungen
Abwasserbeseitigung, Freianlagen, Komplexe Erschließung, Konstruktiver Ingenieurbau, Technische Ausrüstung, Tragwerksplanung, Verkehrsanlagen, Wasserbau, Wasserversorgung

Revitalisierung Gewerbepark Simson Suhl, Gesamtfläche 21 ha

Der Gewerbepark Simson Suhl ist geprägt durch die historische Jagdwaffen- und Motorradproduktion. Große Teile der Industriehallen aus dem letzten Jahrhundert sind denkmalgeschützt. Dementsprechend war von Anfang an eine Erschließungsplanung gefragt, die diesen Umständen Rechnung trägt.

In Vorbereitung der Neuerschließung wurde die Einfahrt in den Gewerbepark neu geordnet und die bisherige Haupteinfahrt mit einer neuen Erschließungsstraße nach Westen verlegt. Eine der alten Hauptzufahrten führt durch ein denkmalgeschütztes Gebäude hindurch und wurde gemeinsam mit den tragenden Gebäudeteilen aufwendig saniert.

Der Erschließung voran gingen Gebäudeabbrüche und das Freimachen von Baufeldern sowie von Altlastenverdachtsflächen. 80.000 m³ Gebäudeabbruch und 35.000 m³ kontaminierter Aushub wurden der Deponie zugeführt.

Die Haupterschließungsstraße mit einer Länge von 1.250 m und einer Breite von 6 m wird von einem einseitigem Gehweg begleitet. Neben dem Wendehammer am Straßenende verbindet die Erschließungsstraße 2 instandgesetzte Werkseinfahrten und eine neu angelegte Haupteinfahrt. Die den Gewerbepark kreuzenden Gewässer werden mit 2 neuen Brücken aus Stahlbeton (L=21 bzw. 18 m) gekreuzt. Die neue Entwässerung erfolgte im Trennsystem über 1.600 m Regenwasserkanälen DN 300-800 B und 1.100 m Schmutzwasserkanälen in GFK. Für den durch das Gelände führenden Dreissbach wurden zwei neue Durchlässe und an seiner Peripherie zwei Regenrückhaltebecken in offener, naturnaher Bauweise mit insgesamt 3.000 m³ Rückhaltevolumen gebaut. Ebenfalls in der Achse der Haupterschließungsstraße wurde eine 1.500 m lange Gasleitung PE-HD 110 sowie eine 1.600 m langeTrinkwasserleitung GGGZM 200 verlegt. Im Randstreifen der Erschließungsstraße wurden die Mittelspannungsversorgung und die Kabel der Straßenbeleuchtung mit 45 Aufsatzleuchten verlegt bzw. aufgestellt.

Der Landschaftsbau mit der Pflanzung von Großbäumen, Sträuchern, Bodendeckern und Rasenansaat rundeten schließlich die Erschließungsmaßnahmen ab.

Bei den Bauarbeiten selbst wurde größtes Augenmerk auf den reibungsfreien Betrieb der Gewerbetreibenden gelegt, zugehörige Bauabschnitte bzw. Baufenster berücksichtigten diesen Umstand in erster Linie. Die Maßnahme wurde mit Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Thüringen gefördert.