Rennschlittenbahn Oberhof

Auftraggeber
Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum Oberhof

Standort
Oberhof Grenzadler

Leistungen
Freianlagen, Konstruktiver Ingenieurbau, Technische Ausrüstung, Tragwerksplanung

Besonderheiten
Sanierung einer technisch hochkomplexen Sportanlage für den Leistungssport

Sportstätten Oberhof - Bauunterhalt

Die Rennschlittenbahn in Oberhof wurde in den 1970er Jahren errichtet und zunächst als Bob- und Rodelbahn betrieben. Heute wird die Bahn als Rennschlittenbahn für Trainingszwecke und Internationale Wettkämpfe genutzt. Die Sanierung der Bahn wurde im Rahmen des Bauunterhaltes abschnittsweise geplant und umgesetzt. Sanierungsschwerpunkte der Bahn bilden die Fundamente, die Schalenkonstruktion der Bahn selbst und die Überdachungen. Die Fundamente wurden als Pendelstützen ausgebildet und geben der Bahn den statischen Halt bei gleichzeitiger minimaler Bewegungsfreiheit für Temperaturdehnungen des Schalenkörpers. Alle Pendelstützen und Teile der Unterschale der Bahn werden einer Betonsanierung in Teilabschnitten unterzogen. Die Schalenkonstruktion selbst wurde den modernen Lauflinien der Rennschlitten angepasst, zu hohe Kurvenbereiche zurückgenommen. Zur Gewährleistung eines sicheren Wettkampf- und Trainingsbetriebes spielt die Überdachung der Bahn eine entscheidende Rolle. Der Schutz gegen direkte Sonneneinstrahlung oder Regen ist für gleichbleibende Wettkampfbedingungen während der Wettkämpfe und für einen wirtschaftlichen Bahnbetrieb auf der vereisten Bahnschale enorm wichtig. Teilabschnitte der ursprünglich unbedachten Bahn werden durch eine Stahlkonstruktion überdacht bzw. eingehaust. Maßgeblich dabei ist der in das Landschaftsprofil eingepasste Verlauf der Bahn. Durch die topografischen und baulichen Besonderheiten wie Bahnstraßen, Böschungen oder bahnbegleitenden Kühlleitungen ist der räumliche Spielraum des Neubaus gering und größtenteils vorgegeben. Neben dem Witterungsschutz der Bahn soll die Überdachung gleichzeitig so offen als möglich sein und die Blicke der Zuschauer und Fernsehkameras nicht durch unnötige Einbauten stören. Auskragende Dachträger werden biegesteif an die Stützen angeschlossen. Die Dachebene ist durch Windverbände ausgesteift, die Gesamtaussteifung erfolgt durch die eingespannten Kragstützen.