Kläranlage Gehlberg

Auftraggeber
Wasser- und Abwasserzweckverband „Obere Gera“

Standort
Gehlberg

Leistungen
Abwasserbeseitigung, Technische Ausrüstung, Tragwerksplanung

Besonderheiten
Hydraulische Berechnung, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Bauüberwachung, Bauoberleitung

Neubau Kläranlage Gehlberg

Die Kläranlage mit einer Ausbaugröße von 750 EW wurde am bestehenden Entwässerungsende der Kanalisation der Ortslage Gehlberg, vor Ableitung des Abwassers ins Tal der „Wilden Gera“, errichtet. Das Vorhaben umfasste den Bau aller Bauwerke, die zur Abwasserreinigung und Mischwasserbehandlung erforderlich sind, um die gesetzlichen Vorgaben dem Stand der Technik entsprechend zu erfüllen. An die Kläranlage war mit Umbindung des bestehenden Kanals die gesamte oberhalb liegende Ortslage der Gemeinde Gehlberg, die im Mischsystem entwässerte, angeschlossen. Zur Mischwasserbehandlung musste ein Speichervolumen geschaffen werden, in dem Schmutzstöße zu Regenbeginn zwischengespeichert werden können, um das Abwasser der Kläranlage zuzuführen. Dies erfolgte durch einen Stauraumkanal DN 1.200 mit Drachenprofilgerinne. Die Bemessung des Stauvolumens wurde mittels DWA Arbeitsblatt 128 ermittelt. Die Umsetzung der Gesamtkonzeption erfolgte in mehreren Abschnitten, dem Bau der Kläranlage, des Stauraumkanals und der Anschlusssammler (MW und RW) im Mühlweg bis zur Hauptstraße.

Mechanische Reinigungsstufe

Die mechanische Abwasserreinigung erfolgt über einen Rechen und Sandfang als Kombinationsmaschine, wobei diese Anlagen aufgrund der Witterungsverhältnisse in Gehlberg eingehaust werden mussten.

Biologische Reinigungsstufe

Für die Kläranlagentechnologie war ein kontinuierlich arbeitendes Belebungsverfahren vorgesehen. Dabei wurde von den an der Planung Beteiligten für den speziellen Standort Gehlberg das Rotationsscheiben-Tauchkörper-Verfahren als Vorzugsverfahren angesehen.

Schlammbehandlung

Der Schlamm aus den Vorklärschächten wird durch Unterwasser­ pumpen zum Schlammstapelbehälter gepumpt. Im Schlammstapelbehälter ist ein Rührwerk installiert, um den Schlamm zu homogenisieren. Nach den Absetzphasen wird das Trübwasser über einen automatischen Trübwasserabzug aus dem Behälter zurück in die Vorklärung gefördert.