Hochwasserschutz Eisfeld

Auftraggeber

Freistaat Thüringen, vertreten durch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG)

Standort
Eisfeld

Leistungen
Freianlagen, Konstruktiver Ingenieurbau, Tragwerksplanung, Verkehrsanlagen, Wasserbau

Besonderheiten
Innerstädtischer Hochwasserschutz, extrem beengte Platzverhältnisse, Neubau von 6 Brückenbauwerken, Errichtung von 2 Schöpfwerken, 1,6 km Hochwasserschutzmauern, 3 Hochwasserschutzdeiche, 2 Schützbauwerke, 1 Treibholzsperre, umfangreiches Binnenentwässerungssystem

Hochwasserschutzmaßnahmen an der Werra für Eisfeld

Katastrophale Überschwemmungen sind, wie die Hochwasser der letzten Jahre zeigen, nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels heute und in der Zukunft eine zunehmende Bedrohung. Auch in der Stadt Eisfeld traten allein im letzten Jahrhundert zahlreiche Hochwasserereignisse an der Werra auf. Diese Ereignisse führten zu erheblichen Schäden an Wohngebäuden, Infrastruktureinrichtungen und Gewerbebetrieben im Stadtgebiet. Der Freistaat Thüringen, endvertreten durch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie mit Hauptsitz in Jena, beabsichtigte aus diesem Grund den Hochwasserschutz für die Stadt Eisfeld zu verbessern. Die Komplexität des Vorhabens verbunden mit den sehr beengten Platzverhältnissen sowie dem teilweise massiven Eingriff in die bestehende Gebäudesubstanz stellten sehr hohe Anforderungen an die Planung und Bauausführung. Neben dem technischen Hochwasserschutz waren auch städtebauliche Aspekte zu beachten. Der Hochwasserschutz wurde auf ein hundertjährliches Hochwasser bemessen. Die zweidimensionalen, hydraulischen Berechnungen und Simulationen erfolgten mit dem Programm Hydro_As 2D. Einzelne Gebäude entlang der Werra sind grundwasserabhängig gegründet. Deshalb mussten zusätzliche Untersuchungen und Grundwassermodellierungen durchgeführt werden, damit der Ausbau der Hochwasserschutzanlagen keine nachteilhaften Auswirkungen auf den Grundwasserpegel hat.