Trinkwasserversorgung Neustadt / Thüringer Wald

Auftraggeber
Wasser- und Abwasserverband Ilmenau (WAVI)

Standort
Rennsteig zwischen Neustadt a.R. und Allzunah

Leistungen
Wasserversorgung

Besonderheiten
stark wechselnde Baugrundbedingungen, Druckstoßberechnungen, Verlegung der Rohrleitung innerhalb des denkmalgeschützten Rennsteiges

Neustadt am Rennsteig liegt auf dem Kamm des Thüringer Waldes. Versorgungsprobleme während trockener Sommer- bzw. Herbstmonate aber auch Qualitätsprobleme der örtlichen Dargebote traten für die Städte Neustadt und Großbreitenbach als auch für die umliegenden Gemeinden immer wieder auf. Der Wasser- und Abwasserverband Ilmenau entschloss sich deshalb, diesen Teil des mittleren Thüringer Waldes mit Fernwasser aus der Talsperre Schönbrunn dauerhaft zu versorgen.

Kernstück des Vorhabens ist die 8 km lange Trinkwasserleitung PE 100, 250 *22,7 SDR 11 von Neustadt nach Allzunah. Der Neubau der Pumpstation in Allzunah (H = 105 m, Qmax = 50 m³/h) und ein Druckunterbrecherbehälter V = 50 m³ auf dem Dreiherrenstein gehörten ebenfalls zum Planungsumfang. Eine detaillierte Druckstoßberechnung bildete neben den Bedarfszahlen die Grundlage für die Auslegung der Anlagen.

Eine große Herausforderung bestand in der Trassenplanung. Da ein Großteil der Trinkwasserleitung über den denkmalgeschützten Rennsteig als internationalem Wanderweg verlegt wurde, große Teile der Trasse parallel zu einer Gashochdruckleitung verlaufen und Trassenverhältnisse von unter Naturschutz stehenden Feuchtwiesen mit nicht trafgfähigem Baugrund bis hin zu überwiegend Fels permanent wechseln, war eine umfangreiche Variantenuntersuchung für die Trasse begleitend von einer umwelttechnischen Vorprüfung und endend in einem Plangenehmigungsverfahren notwendig.